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# Thursday, January 01, 2009

Wie aus den Artikeln http://www.gnome.org/~michael/blog/ooo-commit-stats-2008.html und http://winfuture.de/news,44424.html hervorgeht, haben selbst die Entwickler von OpenOffice.org resigniert. Statt früher 60-70 Entwickler arbeiten heute nur noch 24 an dem Projekt mit. Fast alle davon kommen auch noch von SUN.

Daher wird einem nun klar, warum es bei dem Projekt kaum noch neues zu vermelden gibt. Man hat eine gute Software eingekauft und mit der OpenSource ist dann nichts mehr nach vorne gegangen. OpenOffice befindet sich noch immer auf dem Stand von Office 2000, wenn überhaupt. Mit 24 Entwickler kann man dann wohl auch keine Office 2007 UI mehr entwickeln, die gerade nicht so versierten Usern hilft das Produkt zu bedienen.

24 sehr kompetente OpenSource Entwickler haben also schon fast selbst den Kampf gegen die vermutlich 5.000 Microsoft Entwickler verloren.

Fazit 1 (Man bekommt nix geschenkt)

Die Lehre daraus ist, dass ich mein Auto auch nicht kostenlos nach der Garantie zur Reparatur bringen kann und das bei Software auch nicht geht ;) Eine Software muss einen Kommerziellen erfolg haben oder sie verharrt auf Ihren Ursprungszustand. Technsicher Fortschritt ist also nur mit Kommerz möglich. Dies zeigt sich auch bei der Verbreitung von Linux und Co.

Fazit 2 (München kann das teuer zu stehen kommen)

Eine weitere Lehre ist, dass die Stadt München zwar ein paar Euro Lizenzkosten gespart haben mag, wenn das Projekt LIMUX abgeschlossen ist, doch eine Migration zu Microsoft Office zurück schon mal überdacht werden sollte. Ich würde die Millionen der Migration sogar schon als fragwürdige Fehlinvestition von Steuermitteln sehen.

Fazit 3 (Es geht noch besser?!)

Es zeigt sich mal wieder, dass eine Software leicht und intuitiv, wie Microsoft Office 2007, zu bedienen sein muss, um Erfolg zu haben. Daher wäre es eine denkbare Alternative eine neue Easy Windows Oberfläche zu entwickeln. Ziel sollte es sein 80% der Arbeit über eine noch leichtere Oberfläche mit weniger Funktionen abwickeln zu können... Wäre das nicht mal ein Ansatz für einen Aufsatz ähnlich HTC bei Windows Mobile?!

Thursday, January 01, 2009 4:45:10 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #    Comments [2] -
Client | Office
Thursday, January 01, 2009 6:12:09 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)
Je mehr Polemik ein Artikel enthält, desto weniger Überzeugungskraft besitzt er.

Oder andersherum: Je dialektischer, zurückhaltender und besser recherchiert ein Artikel ist, desto glaubwürdiger ist dieser.
Friday, January 02, 2009 10:31:52 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)
Fazit 1) ist sicher nur die halbe Wahrheit. Technischer Fortschritt ist sicher ohne Kommerz möglich, vielleicht sogar leichter möglich. Die langfristige Nutzung erfolgt aber in der Regel auf einer kommerziellen Basis. Es kommt auch auf den Anwendungsbereich an. So gibts Hacking Software für Premiere immer auf den aktuellsten Stand seit min 10 Jahren und das völlig kostenlos. Im Business Bereich ( und Office ist halt der Hobel der Büroarbeiter) ist eine solche Motivation nicht gegeben. Hier gehts ums monitäre.
Fazit 2) die Kostenkalkualtion für LIMUX wird wohlweislich nicht veröffentlicht werden. Es kann keine Aufgabe einer Komune sein, IT Infrastruktur zu entwickeln. Solche Experimente enden so gut wie immer im finanziellen Disaster. Ich denke das (politisch idiologische) Ziel war es auch nicht Kosten zu sparen.
Fazit 3) Windows 7 kommt dem ein Stück näher (Multitouch)
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