Es ist bekannt und offen kommuniziert, dass Office 2003 nicht mehr vom Visual Studio 2010 supportet wird. Auch ist klar, dass der SQL Server 2005 nicht mehr für den Team Foundation Server 2010 als Datenbank in Frage kommt. Wir haben uns darauf eingestellt und das war es dann...
Jetzt musste ich aber leider festellen, dass der SQL Server 2000 nicht mehr als Datenquelle unterstützt wird. Das ist echt ein Desaster. Es gibt halt noch etliche SQL Server 2000, mit denen wir kommunizieren müssen. Wenn das von Microsoft doch wenigstens deutlicher kommuniziert worden wäre :(
Dies ist die Fehlermeldung des Server Explorers...

... Ich habe nun lange nach einer Lösung gesucht und zumindest einen Workaround gefunden. Man kann die Datenbank aus der DBML ohne Probleme auch nutzen, wenn es sich um einen SQL Server 2000 handelt. Nur das Editieren ist unmöglich und auch der Support von Microsoft dürfte hier nicht mehr greifen.
Mit tempörärem SQL Server zum Ziel:
Fakt ist aber, dass ich mir für das Design der Datenbank einen SQL Server 2005 oder höher installiere und die Datenbank migriere. Sofern ich dann die Tabelle oder View in die DBML eingebunden habe, kann ich die Connection wieder auf den alten SQL Server 2000 mappen.
Mit altem Visual Studio zum Ziel:
Auch eine Variante ist, die DBML Datei in ein separates Projekt einzubinden und dann diese nur mit dem Visual Studio 2008 zu bearbeiten.
Beide Alternativen sind sicher keine tolle Lösung, doch kommt man damit zunächst mal an das Ziel! Danach sollten man schnellstens die Migration auf den SQL 2008 in Betracht ziehen. Auch wenn ich sonst sehr positiv auf Microsoft zu sprechen bin, finde ich diese unnötige Sperre ohne große PR ziemlich übel. Vielleicht hat ja jemand doch noch eine Lösung diese Meldung zu umgehen? Beim LINQ to SQL hat sich ja technisch eh nichts geändert...
UPDATE: Der extended Support für den SQL Server 2000 läuft im Jahr 2012 aus. Die MSDE, der Vorgänger vom SQL Express, ist sogar schon ausgelaufen. Von dem her sollte man dringend seine Kunden dazu motivieren zu migrieren. Kollegen meinten, dass man einen DB2 Server auch nie so lange laufen lassen könnte... Von dem her muss ich wohl sagen, hat Microsoft schon Recht, so einen Umstieg zu erzwingen. Die müssen so ja auch weniger testen. Da bei den Entity Framework neue Dinge hinzugekommen sind (im Gegensatz zum LINQ), würde ich hier auf keinen Fall mit einem SQL Server 2000 den Workaround ausprobieren. Testen werde ich das Verhalten aber trotzdem gern mal...